Gedanken zum Jahr 2016

Liebe Familie,

liebe Freunde,

liebe Kollegen und liebe Mitmenschen,

 

zum Jahresende möchte ich die Chance nutzen und einfach mal meine Gedanken euch mitteilen, zu dem was in 2016 passiert ist.

Die deutsche Nationalhymne beginnt mit den Worten Einigkeit und Recht und Freiheit. Sind dies die Werte die wir für uns, aber auch für die ganze Welt möchten?

Einigkeit untereinander, Recht für alle Menschen und unsere doch gelebte Freiheit.

In der aktuellen Situation verlangen wir, meiner Meinung nach zurecht, nach mehr Sicherheit. Jedoch was sind wir bereit für diese Sicherheit aufzugeben.

Wir wünschen uns mehr Polizeipräsenz, für ein höheres Sicherheitsgefühl. Allerdings wollen wir nicht mehr Steuern zahlen.

Wir wünschen uns eine frühere Erkennung von geplanten Straftaten und eine schnellere Aufklärung nach Straftaten, aber möchten nicht mehr Überwachung.

Wir sollten uns klar sein, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen. Viele wollen für den günstigsten Preis die höchste Qualität. Diese Rechnung kann nicht aufgehen, das sollte uns allen klar sein.

Das Jahr 2016 war ereignisreich. Es gab viele Veränderungen in der Welt, aber auch bei uns in Deutschland. Wir konnten Menschen, welche vor Unterdrückung und Gewalt geflohen sind, bei uns in Empfang nehmen.

Machen wir uns klar, dass der Großteil dieser Menschen zu uns gekommen ist, um vor dem zu fliehen was momentan in Europa stärker wird.

Vergessen wir bei den ganzen Ereignissen nicht, das Straftaten durch Straftäter verübt werden, Terroranschläge werden durch Terroristen geplant und durchgeführt.

Deren Ziel ist es uns alle zu verunsichern und Angst und Schrecken zu verbreiten. Sie nutzen unser Bild des Flüchtlings als ihre Identität um uns gegeneinander auszuspielen.

Wir dürfen dies nicht mit uns machen lassen. Hass kann nicht durch Hass bekämpft werden, genau so wenig wie wir Dunkelheit mit Dunkelheit vertreiben können. Dunkelheit kann nur durch Licht vertrieben werden. Also lasst uns Hass mit Liebe bekämpfen, Nächstenliebe zueinander.

Dass wir dies können, beweist zum Beispiel das schnelle Eingreifen von Passanten bei dem in Brand gesteckten Obdachlosen in der Berliner U-Bahn oder die flächendeckende Bereitschaft zur Hilfe in den Flüchtlingsunterkünften.

Lasst uns mit einer Einigkeit gegen Hass und Terrorismus angehen, lasst uns mit Gerechtigkeit begegnen, lassen wir uns unsere Freiheit nicht nehmen.

Kurz nach den Anschlägen in Berlin, zeigte sich eine große Gruppe von Menschen mit dem Lied „We are the world, we are the people“ am Breitscheidplatz und hat eine Zeichen gesetzt, das wir uns unsere Freiheit nicht nehmen lassen.

Ich wünsche allen Menschen tolles Jahr 2017.

Danke an alle Menschen die mich begleitet haben in 2016 und hoffentlich auch weiter 2017 begleiten werden.

Lasst uns aus 2017 unser Jahr machen. Gemeinsam, zusammen, in Einheit. Wir geben Hass und Gewalt keine Chance.

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